Aufruf zum Mitmachen:

Videoclip zum Thema: 

Wie geht es mir mit meinem Bildungsweg?
– Selbstbestimmte Bildung in Deutschland hautnah

Wir suchen Menschen, die sich öffentlich äußern wollen – offen oder anonym – das liegt ganz bei Euch!

Worum geht es bei diesem Projekt?

Wir, das sind Sylvia und Rainer Müller, drehen mit euch einen Videoclip bzw. mehrere Filmsequenzen, in denen Freilerner, Eltern, Großeltern, Schüler, ehemalige Schüler und alle, die sich mit Selbstbestimmung in der Bildung im engeren und weiteren Sinne auseinandersetzen oder auseinandersetzen müssen, zu Wort kommen sollen.
Das Filmmaterial wird zu einem Einzelclip oder zu mehreren Sequenzen zusammengestellt und in einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe der INFSB im Jahr 2019/20 öffentlich gezeigt. Außerdem ist im Anschluss daran eine Veröffentlichung im Internet und je nach unseren Möglichkeiten auch in weiteren Medien geplant.

Die Voraussetzungen:

Wir sprechen insbesondere Freilerner/Homeschooler (und andere Menschen, die ohne Schulbesuch leben, je nach Eurer eigenen Wahrnehmung und womit Ihr Euch identifiziert) und ihre Familien an, die in Deutschland leben oder gelebt haben.
Auch Menschen, die sehr gerne ohne Schulbesuch oder mit einem auf Freiwilligkeit basierenden Bildungssystem leben würden, es jedoch aus irgendwelchen Gründen nicht können, möchten wir besonders gerne zu Wort kommen lassen. Das können Schüler*Innen sein, die am liebsten die Schule verlassen würden, aber keine Unterstützung hierbei erfahren, Menschen aus Familien, die den Kompromiss einer mehr oder weniger freien Schule gehen, Menschen, die sich nicht (zu-)trauen, ohne Schule zu leben, Familienmitglieder aus Familien, in denen keine Einigkeit unter den Eltern hinsichtlich des (Nicht-)Schulbesuchs besteht, etc.

Uns interessieren besonders (je nach Eurer persönlichen Situation):

  • eure Erfahrungen mit Schule (wenn vorhanden) und mit selbstbestimmter Bildung ohne Schule
  • eure Konflikte mit eurem Umfeld, mit Behörden, etc. und eure Erfahrungen, Ängste, Gefühle, gezogenen Konsequenzen in diesem Zusammenhang
  • wie ihr euch mit eurer derzeitigen Lebens- und Bildungssituation fühlt
  • eure eventuell vorhandenen Erfahrungen mit Bildung ohne Schulbesuch aus anderen Ländern
  • was euch trotz der schwierigen gesetzlichen Situation in Deutschland hält
  • was euch bewogen hat ins Ausland zu gehen und wie es euch ergeht/ergangen ist
  • was ihr euch für Deutschland und für euch selbst wünscht
  • was euch aufregt
  • was schwierig ist für euch beim Freilernen speziell so wie ihr es lebt oder leben müsst in Deutschland
  • warum Deutschland ein wunderbares Land zum Freilernen ist (sein könnte)
  • was euch daran stört, dass ihr in die Schule müsst (hier ist uns besonders an der Sicht der jungen Menschen gelegen)
  • Kommentare eurer Töchter und Söhne zum Thema Freilernen, Schule, Schulpflicht u.s.w.
  • u.v.m

Die Möglichkeiten:

Zum Konzept gehört, dass jede*r Einsender*in seinen oder ihren Beitrag selbst erstellt.
Dieser kann bestehen aus:

  • einem kurzen Video
  • einem gesprochenen Beitrag
  • einem geschriebenen Beitrag, den wir dann einlesen

Außerdem bestimmt Ihr selbst den Grad eurer Sichtbarkeit/Anonymität:

Ihr könnt euch in einem Video völlig offen und klar erkennbar präsentieren, ihr könnt ein Video drehen, das eure Gesichter nicht erkennen lässt, eure Stimmen verändert oder euch gar nicht zeigt und statt dessen Schatten, einen Gegenstand, etc.
Auch in einem gesprochenen Beitrag könnt ihr entscheiden, ob ihr eure eigene Stimme einsetzt oder das Ganze verfremdet, vorlesen lasst, etc.
Wollt ihr vollkommen anonym bleiben oder fehlen euch die technischen Möglichkeiten einer Video- oder Tonaufnahme, dann schickt uns ein paar Sätze, die wir dann verwenden und die wir entweder einblenden oder im Video selbst sprechen können. Auch Fotos zu euren Beiträgen, die wir einblenden dürfen, sind eine Möglichkeit.

Wenn ihr gerne einen Beitrag beisteuern wollt, der eure technischen Möglichkeiten übersteigt, sprecht uns bitte frühzeitig an – vielleicht finden wir ja Unterstützung für euch! 

Es gibt also viele Möglichkeiten – nutzt die Chance auf Gehör, welche Möglichkeit auch immer die für euch passende ist!

Zum Aufbau eurer Beiträge:

Eure Beiträge sollten die Dauer von 30 Sekunden möglichst nicht überschreiten. Je kürzer, knackiger und eindrücklicher, desto besser verwendbar für unseren Film. Wenn Ihr den Eindruck habt, dass Ihr mehr sagen wollt, überlegt Euch, ob Ihr nicht lieber mehrere kurze Beiträge einsenden wollt, aus denen wir dann eine Auswahl treffen können.
Ziel ist es, einen bunten, spannenden Mix aus vielen verschiedenen Menschen, Eindrücken, Gefühlslagen, etc. zu zeigen – ganz so, wie es in der Realität auch ist.

Wir behalten uns vor, Beiträge bei Bedarf zu kürzen, qualitativ (also was Bild, Ton, Schnitt angeht) zu bearbeiten oder auch Beiträge nicht zu verwenden.

Bitte bedenkt, dass es darum geht, bei den Adressaten eine Öffnung für unser Anliegen zu erreichen. Das bedeutet nicht, dass keine Gefühle wie Frust, Ärger oder Enttäuschung zum Ausdruck kommen dürften – das Gegenteil ist der Fall. Bedenkt jedoch, dass eine wertschätzende, nicht-angriffige Ausdrucksweise und Ansprache meist mehr bewirken als jeder Vorwurf und jedes pauschale Frustabladen – gerade, wenn Erwachsenen-Beiträge ernst genommen werden sollen.

Der Zeitrahmen:

Unser Videoclip soll vollständig für den Beginn unserer Veranstaltungsreihe im November 2019 zur Verfügung stehen, geschnitten und endbearbeitet sein und auch einen nicht öffentlichen Abspiel-Test durchlaufen haben. Eure Beiträge benötigen wir daher bis spätestens 15.10.2019 – je früher ihr sie einsendet, desto besser ist es natürlich.

Rechtliches/Vertraulichkeit:

Damit wir sicher sind, dass ihr auch wirklich mit der Verwendung und Veröffentlichung des von euch eingeschickten Materials einverstanden seid und um eine Planungs- und Rechtssicherheit für uns selbst zu haben, werden wir allen, die einen Beitrag einreichen, eine Einverständniserklärung schicken, die wir vor Einbeziehung eines Beitrags unterschrieben zurück erhalten haben müssen.
Dies ist mehr eine formale Sache, die auf Grund von Datenschutzgesetzen notwendig ist. Bitte habt jedoch Verständnis dafür, dass wir ohne rechtzeitig erhaltene original Einverständniserklärung euren Beitrag nicht einbauen oder sogar veröffentlichen können, selbst wenn ihr auf andere Weise euer Einverständnis deutlich macht.

Wir werden alle eure Beiträge so vertraulich wie möglich behandeln. Wo Beiträge zum Schneiden, Bearbeiten, Einlesen, etc. an andere Personen als Sylvia Müller oder Rainer Müller weitergegeben werden müssen, werden wir sie so weit wie möglich anonymisieren und eure E-Mail-Adressen und/oder Namen und sonstigen Daten je nach eurem Wunsch nach Anonymität vorher sorgfältig entfernen.

Sonstiges:

Dieses Projekt ist nicht-kommerziell. Wir beabsichtigen nicht, mit dem Videoclip oder mit Einzelbeiträgen finanzielle Erlöse zu erzielen.
Sollten bei der Veranstaltungsreihe, während der dieser Clip gezeigt wird, Erlöse entstehen, gehen diese vollständig an die Freilerner-Solidargemeinschaft zur Unterstützung weiterer Familien.
Wir behalten uns jedoch vor, eventuell entstehende Unkosten für die Erstellung des Filmmaterials, für die Verbreitung und für weitere im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Film stehenden Kosten vorher zu entnehmen oder auf andere Weise zu decken. Wahrscheinlicher ist, dass wir keine Erlöse erzielen werden, was dem Projekt jedoch keinen Abbruch tun soll. Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass wir es dennoch nach unseren besten Möglichkeiten durchführen werden.

Euch entstehen keinerlei Kosten über das, was Ihr selbst an Aufwendungen für Eure Beiträge, für Porto oder Sonstiges generiert, hinaus. 

Wir führen dieses Projekt rein als Privatpersonen und aus idealistischen Gründen durch und wollen weder Profit daraus generieren noch uns selbst profilieren. Die Protagonisten sollt Ihr alle sein, die Ihr dazu beitragt.
Zwar wird das Material auf Veranstaltungen verwendet werden, die INFSB-Veranstaltungen sind – wie Ihr jedoch wisst, ist die INFSB kein Verein, kein Firma, oder dergleichen, sondern eine Art Schirm und Ressourcenpool für alle, die sich hier wiederfinden und Bedarf an entsprechendem Material und ähnlichem oder an einer öffentlich verwendbaren Bezeichnung haben. 

Unser Videoprojekt ist demnach Teil des gemeinsamen Graswurzelprojektes von UNS ALLEN, und wir hoffen, dass viele unterschiedliche Menschen sich beteiligen.

Wir freuen uns sehr und sind schon gespannt auf Eure Beiträge!

Beiträge, Zusagen, Fragen… bitte an folgende Adresse/n:

Per E-Mail an:
info@infsb.de (wird gelesen von Sylvia Müller)

Per Post an:
Sylvia Müller
Am Triefenbach 48
67482 Böbingen

UND LAST BUT NOT LEAST:

Traut Euch! Wir versprechen Euch, unser bestes bei der Zusammenstellung und Erarbeitung des Filmmaterials zu geben. Unser Ziel ist es, die Situation für Betroffene in Deutschland öffentlich zu machen, ihnen eine weitere Plattform zu bieten und unsere Adressaten ein Stückchen mehr dazu zu bringen aufzuwachen und nachzudenken.

Wir danken euch schon jetzt!

Sylvia und Rainer Müller

P.S.: Über uns:

Wir sind Eltern von einer Tochter und einem Sohn, beide im „schulpflichtigen Alter“, die sich selbstbestimmt bilden und selbst entscheiden, ob sie eine Schule besuchen oder nicht.

Sylvia ist Begründerin der Initiative für Selbstbestimmte Bildung (INFSB).

www.infsb.de

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